Waldviertler Karpfen aus dem Stift Zwettl, Österreich
Das Zisterzienser Stift Zwettl ist bekannt für die Karpfenzucht.

Waldviertler Stiftskarpfen
Das Zisterzienser Stift Zwettl im nördlichen Waldviertel besteht seit 1138 und bereits seit dem Mittelalter gibt es Aufzeichnungen über die stiftseigenen Fischteiche. Die Fischzucht wurde über die Jahrhunderte weiter geführt und kultiviert, so dass das Stift Zwettl mit rund 90 ha Wasserfläche nunmehr zu den größten Teichwirten im Waldviertel zählt.
Schwerpunkt der Zucht ist der Karpfen, der in der eigenen Warmwasserbrutanlage gezüchtet wird. Das Besondere an dem Waldviertler Stiftskarpfen ist das langsame Wachstum, das zu einer feineren Muskelstruktur führt.
Für die Zucht muss das Wasser rein sein, daher wird der Fisch jedes Jahr umgesetzt und die Teiche gereinigt. Die Karpfen werden mit Getreide - Weizen oder Gerste - gefüttert und nach drei Jahren wird der Teich abgelaicht. Das Abfischen der Teiche wird jährlich Ende Oktober durchgeführt.
Die dreijährigen Karpfen haben ein Gewicht von 2 bis 2,5 kg und werden für den Verkauf noch händisch geräuchert. In einer Schröpfmaschine werden die Fischgräten zerkleinert, so dass dem Genuss eines Waldviertler Stiftskarpfens nichts mehr im Wege steht.